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Samstag, 22.02.2020

Das Presbyterium

Was ist eigentlich ein Presbyterium?

Die Presbyterinnen und Presbyter, eine Bezeichnung aus dem Griechischen, bedeutet die "Gemeindeältesten",  und ist als Titel für Amtsträger schon seit der Antike bekannt. "Alt sein" oder "alt aussehen" ist aber nicht Bedingung.

Das Presbyterium wird von der Gemeinde gewählt. Die Kandidaten müssen mindestens 18 Jahre alt sein und im Wahlverzeichnis der Gemeinde stehen. Wahlberechtigt sind alle Gemeindeglieder, die konfirmiert und 16 Jahre oder älter sind.

Das Presbyteramt ist ein Ehrenamt, für das es keine Bezahlung gibt. Das Presbyterium ist somit die gewählte Gemeindeleitung in jeder evangelischen Kirchengemeinde der Evangelischen Kirche von Westfalen. Es ist kein Parlament, sondern die "Regierung" der Gemeinde.

Alle Presbyteriumsmitglieder sind gleichgestellt. Ihre Anzahl richtet sich nach der Größe der Kirchengemeinde. Das Presbyterium entscheidet im Rahmen der Kirchenordnung über alle verwaltungstechnischen, finanziellen, rechtlichen und religiösen Angelegenheiten. Es wählt aus seiner Mitte Personen für bestimmte Ämter (Finanzen, Bauten, Diakonie usw.) und Ausschüsse, welche die Beratungen des Presbyteriums vorbereiten und entlasten. Vorsitzende(r) ist die Parrerin bzw.der  Pfarrer der Gemeinde

Alle vier Jahre entscheiden Wahlen darüber, wer zusammen mit den Pfarrerinnen bzw. Pfarrern die Gemeinde leitet. Presbyteriumsmitglieder können sich erneut zur Wahl stellen. Auf diese Weise ist für den nötigen Wechsel, aber auch für Kontinuität im Leitungsamt gesorgt.