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Mittwoch, 24.01.2018

Jahreslosung 2018

Jahreslosung 2017
Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Mittwoch, 24. Januar 2018:
Losungstext:
Hilf, HERR! Die Heiligen haben abgenommen, und treu sind wenige unter den Menschenkindern.
Psalm 12,2
Lehrtext:
Paulus schreibt: Betet, auf dass Gott uns eine Tür für das Wort auftue und wir vom Geheimnis Christi reden können.
Kolosser 4,3

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Wir wünschen Ihnen/Euch einen informativen Aufenthalt auf unseren Webseiten und viel Spaß beim Stöbern ... und bis bald im Gottesdienst oder einer unserer anderen Veranstaltungen.

 

Tierwohl in aller Munde

VON KLAUS ROESLER

BORCHEN – „Wer Fleisch isst, muss in Kauf nehmen, dass Tiere getötet werden“, so die ärgerliche Reaktion eines über 70-jährigen Mannes auf einen Artikel zum Thema Tierwohl im Gemeindebrief der Evangelisch-Lutherischen Stephanus-Kirchengemeinde Borchen. Der Eindruck könne entstehen, den Landwirten sei das Wohl der Tiere gleichgültig, kritisierte er.
Dadurch angeregt, lud die Gemeinde zur Podiumsdiskussion „Tierwohl in aller Munde“ ein: Erzeuger, Veredler, Vermarkter und Konsumenten führten ein offenes Gespräch über Tierhaltung und Fleischkonsum.

Zwischen Zucht-, Wild- und Arbeitstieren unterscheiden?


Nach der Begrüßung durch Gemeindepfarrerin Sabine Sarpe teilten die Podiumsteilnehmer zunächst mit, was sie jeweils unter „Tierwohl“ verstehen. Für  Veganerin Nelo Thies bedeutet artgerecht nur die Freiheit der Tiere. Leonard Jenkens, Förster in Schloß Hamborn und mitverantwortlich für das Hofgut, betrachtete es differenzierter: Er unterschied  zum Beispiel zwischen Zucht -, Wild- und Arbeitstieren. Sabine Hoischen vom Eggehof in Dörenhagen hält die wertschätzende, kleinbäuerliche Tierhaltung, bei der das einzelne Tier wahrgenommen werden kann, für den richtigen Weg. Johannes Lohmann vom Krusenhof in Etteln, der seinen Betrieb gerade in eine Solidarische Landwirtschaft umstellt, schloss sich dieser Meinung an.

Meike Strathoff und Sabine Sarpe moderierten die anschließende Diskussion, in der viele Aspekte angesprochen wurden: Bei der Frage, was das Tier will, würde Wollen vorausgesetzt, gab Förster Jendkens zu bedenken. Die Freiheit des Tieres sei nicht mit der Freiheit des Menschen gleichzusetzen. Das Tier solle nicht vermenschlicht werden. Zu unterscheiden sei zwischen Nutz- und Kuscheltieren. Zum Tierwohl trägt für Jenkins eine übersichtliche Anzahl von Tieren bei.

Bäuerliche und industrielle Landwirtschaft

Sabine Hoischen schilderte, wie auf dem in den 80er Jahren umgestellten Eggehof die Tiere soviel Platz und Kontakt wie möglich haben und mit in der Region erzeugtem  Futter versorgt werden. Dies sei nur durch das Prinzip der Selbstvermarktung möglich. Darauf setzt auch Johannes Lohmann und wies darauf hin, dass jeden Tag in Deutschland 33 Bauernhöfe aufgegeben würden. Dieses Höfesterben aber niemanden zu interessieren scheine. Landwirtschaft sei, so Sabine Hoischen, einseitig betriebswirtschaftlich ausgerichtet auf Produktionsoptimierung. Industrielle Landwirtschaft führe zu Überproduktion. Tiere lebten kurz, Fleisch sei billig. Die Umweltkosten spielten bei der Preiskalkulation keine Rolle. Dabei erhöhe beispielsweise Nitrat durch Gülle im Grundwasser die Kosten der Trinkwasseraufbereitung.

Wie können sich Verbraucher ethisch vertretbar verhalten, wenn sie nicht ganz auf Fleisch verzichten wollen, war eine der aufkommenden Fragen. Die zunehmende Entfremdung der Verbraucher von Haltung und Zucht der Tiere, von den Produktionsbedingungen in „Schnitzelfabriken“ wurde als Problem genannt. Kinder und Erwachsene sollten wissen, dass die bäuerliche Tierhaltung aufwändiger ist als Massentierhaltung, und bei ihr Fleisch nicht „unendlich verfügbar“ sei.

Der Entfremdung des Verbrauchers begegnen

Der Eggehof  und Schloß Hamborn böten Kindergruppen und allen Interessierten die Möglichkeit, die dortige Tierhaltung kennenzulernen. Beim Krusenhof in Etteln gehörten  Transparenz und Mitwirken zum Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft. So könne ein Vertrauensverhältnis zwischen Verbraucher und Landwirtschaft entstehen und dazu führen, dass weniger, aber qualitativ besseres, regional erzeugtes Fleisch konsumiert wird.

Die Arbeitsbedingungen in den Großbetrieben der Schlachtindustrie und die Auswirkungen des Exportes der Fleischüberproduktion in andere Länder konnten bei der Diskussion diesmal nur angerissen werden. Deshalb soll demnächst erneut zum Themenspektrum Tier- und Menschenwohl eingeladen werden. Um Handlungsansätze für den Einzelnen soll es dann ebenfalls gehen.


Neues HOT-Programm

Das neue HOT-Programm für den Zeitraum Januar bis April 2018 ist da. Programm & Anmeldung

Teamer aus Borchen in Israel

Simon Wirth ist vielen in unserer Gemeinde bekannt. Als Teamer ist er ehrenamtlich in der Konfi- und Jugendarbeit unserer Stephanus-Gemeinde aktiv. Im letzten Jahr hat er das Krippenspiel zu Weihnachten geschrieben und mit den Konfis eingeübt. Nach seinem Abi hat er sich in diesem Jahr auf den Weg nach Israel gemacht. Dort absolviert er ein Jahr lang einen FFD, dh. Freiwilliger Friedensdienst. Wir als Gemeinde unterstützen ihn dabei sehr gern. Dafür hat er uns versprochen, uns ab und zu mal aus Israel zu schreiben, damit wir wissen, was er dort so erlebt. Jetzt ist es endlich soweit: Simon hat uns seinen ersten Rundbrief geschickt. Und was er erzählt, ist richtig spannend. Natürlich hoffen und beten wir, dass sich die Unruhen nicht weiter ausbreiten, die durch die Entscheidung des amerikanischen Präsidenten entstanden sind, der die amerikanische Botschaft nun nach Jerusalem verlegen will.

Interesse an noch ein paar mehr Details aus dem Kfar, an ein bisschen von seinem Leben in Petach Tikwa im Großraum Tel Aviv oder an kleinen Reiseberichten?  Einfach mal in dem Blog von Simon stöbern !

Brief aus Israel

Simons_Rundbrief_I.pdf

Auf dem Weg zur Fair Trade Town

Auf Antrag unserer Kirchengemeinde hat der Rat der Gemeinde Borchen im September 2016 beschlossen, an der Fairtrade-Kampagne teilzunehmen und als Kommune den Titel „Fairtrade-Town“ anzustreben. Das bedeutet, dass die Idee von einem fairen Handel weiter in das Bewusstsein der Borchener Bevölkerung getragen werden soll. Faire Löhne und Arbeitsbedingungen für die Arbeiter und Arbeiterinnen in den Herkunftsländern sollen auch ein Kriterium für unsere Kaufentscheidungen sein. Im Rathaus und in den Kirchengemeinden wird z.B. Kaffee oder Tee aus gerechtem Handel ausgeschenkt. Aber auch Kleidung, Blumen, Süßigkeiten und viele andere Produkte aus dem fairen Handel können in vielen Einzelhandelsgeschäften erworben werden.  Mehrere Gastronomiebetriebe haben schon ihre Bereitschaft erklärt, auch Angebote aus dem fairen Handel auf die Speisekarte zu setzen. Auch Schulen und Vereine sind an der Kampagne beteiligt. Weitere Informationen zu den Kriterien gibt es unter www.fairtrade-towns.de 

Gemeinsam mit Bürgermeister Allerdissen hat Pfarrerin Sarpe als Sprecherin der Steuerungsgruppe „Fairtrade Town“  die Unterschrift unter den Antrag auf Verleihung des Titels an die Fairtrade Town Kampagne gesetzt, da alle Kriterien dazu nun erfüllt sind. Zur offiziellen Verleihung wird es im neuen Jahr ein Fest geben, zu dem die Öffentlichkeit selbstverständlich eingeladen sein wird.

Flüchtlingshilfe Borchen "FlüBo"

Die Flüchtlingshilfe Borchen, ein Zusammenschluss mehrerer Borchener Unterstützergruppen, unter anderem auch Mitgliedern unserer Gemeinde, sucht dringend Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Wer kann sich vorstellen, mal eine Fahrt zu einem Amt zu übernehmen oder ein amtliches Schreiben zu erklären? Es muss nicht gleich eine Patenschaft sein, aber auch dafür suchen wir engagierte Menschen. Wer sich angesprochen fühlt und mehr erfahren möchte, wie sie oder er sich einbringen kann, kann gerne beim Spaghettissimo vorbeischauen, oder Presbyter Jens Manzke ansprechen, oder sich direkt an die Flüchtlingshilfe Borchen "FlüBo" unter info@fluebo.de wenden bzw. deren Website www.fluebo.de besuchen.

Wir suchen Sie

Wer hätte Lust, sich als Lektor(in) in den Gottesdienst einzubringen oder in der Gemeindebriefredaktion mitzuarbeiten? Wir könnten Unterstützung gebrauchen und würden uns sehr über neue Gesichter und Ideen freuen. Dringend suchen wir helfende Hände für das Spaghettissimo.